Häufig gestellte Fragen
Wusstest du, dass Special Olympics International (SOI) und das Internationale Paralympische Komitee (IPC) zwei eigenständige Organisationen sind, die vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) anerkannt sind? Beide sind gemeinnützige, weltweit tätige Sportorganisationen, die sich auf Sportler*innen mit Behinderungen konzentrieren.
Was zeichnet uns aus?
Die Sportler*innen
Special-Olympics-Athleten*innen haben geistige und entwicklungsbedingte Behinderungen. Athleten*innen aller Leistungsstufen und Altersgruppen haben die Möglichkeit, in über 30 Sportarten zu trainieren und an Wettkämpfen teilzunehmen. Durch die Kraft des Sports entdecken Menschen mit geistigen und entwicklungsbedingten Behinderungen neue Stärken und Fähigkeiten sowie neue Fertigkeiten und Erfolge, während sie anderen ihre Leistungsfähigkeit demonstrieren.
Grassroots Movement
Special Olympics ist die weltweit grösste Breitensportorganisation für Menschen mit geistiger und entwicklungsbedingter Behinderung: Mit über 4 Millionen Athleten und Unified Sports®-Partnern sowie einer Million Trainern*innen und Freiwilligen veranstaltet Special Olympics jedes Jahr fast 50.000 Wettkämpfe in über 190 Ländern.
Weltmeisterschaften
Die Special Olympics World Games finden unabhängig von den Olympischen Spielen und den Paralympics statt. Sie wechseln alle zwei Jahre zwischen Sommer- und Winterspielen und sind die Vorzeigeveranstaltungen der Special Olympics, die sich zu einem internationalen Symbol für Inklusion, Akzeptanz und Zusammenhalt entwickelt haben. Überall auf der Welt trainieren unsere Athleten und geben jeden Tag ihr Bestes.
Das übergeordnete Ziel der World Winter Games 2029 (WWG 2029) ist es, das Leben von Menschen mit und ohne Behinderung einander näher zu bringen und Inklusion zu fördern – über den Sport hinaus. Aber wo stehen wir in der Schweiz heute in Bezug auf diese Inklusion, und welche konkreten Themen sollten wir im Hinblick auf dieses wunderbare Sportereignis angehen?
Das Bewerbungskomitee WWG 2029 gab eine Grundlagenstudie in Auftrag, um zu untersuchen, wie diese Gruppen in den Bereichen Sport, Wohnen und Beschäftigung näher zusammengebracht werden können. Zu diesem Zweck wurden bestehende Studien, statistische Daten und rechtliche Rahmenbedingungen zusammengetragen und durch Interviews mit Menschen mit und ohne Behinderung ergänzt. Als Leitfaden diente dabei die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN CRPD).
Daraus sind eine Studie und ein Whitepaper entstanden. Die Studie fasst zusammen, wo wir heute in Bezug auf die Umsetzung der UN-BRK stehen. Das Whitepaper skizziert in vier übergeordneten Empfehlungen und acht konkreten Vorschlägen, was in den nächsten Jahren bis zu den WWG 2029 alles erreicht werden kann und soll – wenn gemeinsam daran gearbeitet wird.
Den Download zur Studie und zum Whitepaper findest du hier.
Zu diesem Thema hat auch der Beobachter am 3.12.2022 einen von Daniel Benz, Birthe Homann und Lea Oetiker erarbeiteten Bericht veröffentlich: „Gleiche Rechte – unbedingt und in allen Lebenslagen. Die Schweiz grenzt Menschen mit Behinderungen systematisch aus und versteckt sie. Sie lassen sich das nicht mehr gefallen.“
Special-Olympics-Wettkämpfe, darunter Weltmeisterschaften in einzelnen Sportarten und die World Games, sind so konzipiert, dass alle Athleten*innen – mit und ohne geistige Behinderung – die Möglichkeit haben, an sportlichen Wettkämpfen teilzunehmen und ihre besten Leistungen zu erbringen.
Sportler*innen aller Leistungsstufen und Altersgruppen haben die Möglichkeit, in über 30 Sportarten zu trainieren und an Wettkämpfen teilzunehmen. Special Olympics nutzt ein Verfahren namens „Divisioning“, um faire und gleiche Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten. Die Sportler*innen werden entsprechend ihrer Leistungsstufe in Gruppen eingeteilt, sodass sie stets gegen Gleichgesinnte antreten.
Das Divisioning-System wurde entwickelt, damit Special-Olympics-Athleten*innen ihr Potenzial voll ausschöpfen und das Beste aus dem Sport herausholen können. Es ist ein System, das die Fähigkeiten aller Athleten anerkennt, sie herausfordert und ihre Entwicklung kontinuierlich fördert
Die World Winter Games in der Schweiz finden vom 10. bis 17. März 2029 statt. Damit werden mögliche Konflikte mit der Wintersportferienzeit in den meisten Schweizer Kantonen vermieden.
Der Vorstand von Special Olympics International hat im September 2023 die Weltwinterspiele 2029 an die Schweiz vergeben.
Special Olympics Schweiz und die Unterstützungsvereinigung SOSWI Graubünden gründeten Mitte November 2022 das Lokale Organisationskomitee (LOC) für die Weltwinterspiele 2029 als gemeinnützigen Verein mit Sitz in Chur. Bruno Barth, CEO von Special Olympics, wurde zum ersten Präsidenten des LOC gewählt. Die Organisation wurde 2023 offiziell gegründet und Beat Ritschard zum Generalsekretär ernannt. Das LOC nahm 2024 seine Arbeit auf.
Fachbeiräte beraten das LOC zu verschiedenen Themen wie Tourismus, Inklusion, Sport, Grossveranstaltungen, Nachhaltigkeit usw. Diese Gremien bringen externes Fachwissen ein, initiieren entsprechende Projekte und bieten ein bundesweites Unterstützungsnetzwerk.
Für die World Winter Games 2029 wurde im Rahmen der Bewerbung ein Budget von 38 Millionen Schweizer Franken festgelegt – ungefähr derselbe Betrag wie für die Olympischen Jugendspiele 2020 in Lausanne. Der Finanzierungsplan sieht vor, dass etwa 75 % davon vom Bund, den Kantonen Graubünden und Zürich, den Städten Chur und Zürich sowie den Regionen Arosa und Lenzerheide getragen werden. Diese Mittel wurden von der Bundesversammlung in ihrer Sommersession 2023 mit der Verabschiedung des Vorhabens für Grossveranstaltungen bewilligt, wodurch die notwendigen öffentlichen Finanzierungszusagen gesichert wurden.
Das Budget wurde 2024 unter Berücksichtigung zusätzlicher Leistungen und Inflationserwartungen überprüft. Auf dieser Grundlage hat das LOC ermittelt, wie viel zusätzliche Mittel durch private Finanzierung aufgebracht werden müssen.
Die restlichen Mittel sollen durch kommerzielle Aktivitäten aufgebracht werden; ein entsprechendes Marketingkonzept wurde bereits entwickelt. Das Ziel des LOC war es, den Hauptteil der privaten Finanzierung, die Kategorie «Offizieller Partner», bis Ende 2025 zu sichern.